Google wird wegen Standortverfolgung untersucht, da Tinder vor einer Datenüberprüfung steht | Wissenschaft & Technik News

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Google und Tinder stehen in der Europäischen Union vor behördlichen Ermittlungen wegen der Verwendung der personenbezogenen Daten ihrer Nutzer.

Die Ermittlungen wurden vom irischen Datenschutzbeauftragten (DPC) angekündigt, dem wichtigsten Datenschutzbeauftragten für beide Unternehmen in der EU, da sowohl Google als auch Tinders Mutterunternehmen Match Group ihren Hauptsitz in der Republik Irland haben.

Beide Unternehmen könnten mit Bußgeldern von bis zu 4% ihres weltweiten Jahresumsatzes belegt werden, wenn sie besonders gravierende Verstöße gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (GDOR) begangen haben.

Die Datierungs-App Tinder wird auf einem Apple iPhone in dieser Fotoillustration gezeigt, die am 10. Februar 2016 aufgenommen wurde
Bild:
Tinder wird auch auf seinen Umgang mit Benutzerdaten geprüft

Nach Angaben der Datenschutzbehörde wird bei der Untersuchung von Google geprüft, ob die Verarbeitung von Standortdaten legal ist und ob Personen verfolgt und diese Informationen auf transparente Weise verkauft werden.

Die Untersuchung von Tinder wird prüfen, ob es transparent ist, welche Daten es über seine Nutzer sammelt und an Werbepartner weitergibt.

Datenschutzaktivisten äußerten Besorgnis darüber, wie die DSGVO der DPC die Verantwortung für so viele große Technologieunternehmen überträgt, nur weil die Unternehmen ihre europäischen Hauptquartiere im Land haben.

Obwohl die DPC eine Reihe umfangreicher Ermittlungen gegen Technologieunternehmen eingeleitet hat, bei denen seit dem Inkrafttreten der DSGVO Verdacht auf Datenmissbrauch besteht, muss sie in diesen Fällen noch keine Entscheidungen treffen.

Ein Sprecher von Google sagte: „Die Menschen sollten verstehen und steuern können, wie Unternehmen wie Google Standortdaten verwenden, um ihnen Dienstleistungen anzubieten.

„Wir werden bei der Untersuchung uneingeschränkt mit dem Büro der Datenschutzkommission zusammenarbeiten und weiterhin eng mit den Aufsichtsbehörden und Verbraucherverbänden in ganz Europa zusammenarbeiten.

„Im letzten Jahr haben wir eine Reihe von Produktänderungen vorgenommen, um die Transparenz der Benutzer und die Kontrolle über die Standortdaten zu verbessern“, fügten sie hinzu.

Ein Sprecher der Match Group erklärte gegenüber Sky News: „Transparenz und der Schutz der persönlichen Daten unserer Benutzer sind für uns von größter Bedeutung.

„Wir arbeiten uneingeschränkt mit der Datenschutzkommission zusammen und werden weiterhin die DSGVO und alle geltenden Gesetze einhalten“, fügten sie hinzu.

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